Entscheid des BFS betreffend den medizinischen Qualitätsindikatoren für Pflegeinstitutionen

Liebe Kundinnen und Kunden

Im vergangenen Spätsommer / Herbst haben wir Sie darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Zusammenhang mit den per 1. Januar 2019 eingeführten, nationalen Qualitätsindikatoren (QI) auf den Standpunkt stellt, dass diese Daten nur von den drei Herstellern der zugelassenen Bedarfsabklärungsinstrumente geliefert werden dürfen. Diese Haltung hatte das BAG quasi «geerbt», als es das Projekt im Mai 2018 vom Fachverband Curaviva übernommen hatte.

topCare Management AG sowie 6 weitere Hersteller von elektronischen Pflegedokumentationen, in deren Systeme die zu liefernden Informationen im Regelfall bereits erfasst sind, haben sich gemeinsam mit rechtlichen Mitteln gegen diese wettbewerbsverzerrende Einschränkung zur Wehr gesetzt. Nachdem das BAG und das Bundesamt für Statistik (BFS) erst die Zuständigkeiten klären mussten, hat das BFS nun Ende Februar 2019 in einer Stellungnahme verlauten lassen, dass es keine Einschränkungen bei der Datenlieferung mehr vorsieht – weil es dafür schlicht keine gesetzliche Grundlage gibt. Einzige Bedingung ist die Einhaltung der vom BFS vorgegebenen Datenstrukturen und Normen.

Damit dürfen die Pflegeinstitutionen ab sofort selbst entscheiden, welcher ihrer Systemlieferanten die Daten für die QI übermitteln soll. In der Konsequenz entfällt für Sie als Pflegeinstitution auch die Pflicht zum Bezug von Zusatzmodulen der Anbieter von Bedarfsabklärungsinstrumenten. Vielmehr können die Daten zukünftig direkt aus careCoach exportiert werden.

Wir gehen davon aus, dass das BFS diesen Entscheid in Kürze auch den Kantonen und Verbänden kommunizieren wird. Selbstverständlich sind wir froh über den Entscheid des BFS, wenn gleich wir bedauern, dass es hierfür ein gutes halbes Jahr und den Einsatz einer spezialisierten Anwaltskanzlei bedurfte.

Derzeit sind wir mit dem BFS daran, die genauen Vorgaben für die Datenlieferungen abzuklären. Sobald diese vorliegen, werden wir uns umgehend an die Umsetzung der Schnittstellen machen und Sie gleichzeitig über die nächsten Schritte informieren.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen jederzeit für weitere Auskünfte zur Verfügung.
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